Schlapper Auftritt und ein Abtritt – Unser Senf zum Spiel (M05-S04)

Als ich gestern nach dem Spiel, das ich im Stammlokal von Königsblau Berlin verfolgte, mit der U-Bahn heimfuhr, stand neben mir eine junge rothaarige Dame mit einem riesengroßen, weißen Teddybären im Arm. Der war wirklich groß und dick, so richtig zum Knuddeln und Kuscheln. #teddylove. Am liebsten hätte ich mir den an Ort und Stelle nach dem Spiel gestern ausgeliehen.

Auch wenn oder gerade weil es auf Schalke im Moment alles andere als kuschelig ist. So wenig kuschelig, Weiter lesen… Schlapper Auftritt und ein Abtritt – Unser Senf zum Spiel (M05-S04)

Zentnerlast, in Zeitlupe gewichen – Unser Senf zum Spiel (S04-M05)

So fühlte es sich an, nachdem sich der S04 zum ersten Saisonsieg gegen Mainz 05 gezittert hatte. Der Mainzer Manager Rouven Schröder trauerte zur Halbzeit zu recht den ersten zehn Minuten des Spiels hinterher. Ein konzentriert gespielter Angriff hätte die Mainzer Führung und Schalker Massenpanik bedeuten können.

Dann besann sich die Schalker Mannschaft dessen, was sie anscheinend trainiert haben, Sané schlägt den Ball aus rechten Halbraum auf außen zu Kono, der dribbelt und flankt und Schöpfi, der selbst ernannte Kopfballschwächste im Kader, köpfte sich die Schlaflosigkeit aus dem Anzug und der Schalker Gemeinde die Angst etwas aus den Knochen. Die Zeit bis zum erlösenden Schlusspfiff empfand nicht nur der Trainer als Leidenszeit, auch Manager Christian Heidel ging es so und scheint inzwischen weitgehend Schalke-sozialisiert zu sein, nach dem Motto ‚Geht eh noch schief‘: „Hab jeden Ball von Mainz drin gesehen„.

Wenn in der vergangenen Saison beinahe jedes gewonnene Spiel und jeder gewonnene Punkt ein hartes Stück Arbeit war, so wird es in dieser Saison ein ebenso harter Gang werden, weitere Lasten aus dem Rucksack zu räumen, den die Mannschaft immer noch trägt. Das ist noch lange nicht geschafft. Eine erste Erleichterung haben sich die Mannschaft und #teddylove verschafft und den ersten Dreier gewi-, äh, gewuppt.

Und nun auf nach Moskau, zum Wiedersehen mit Jeff und Bene.

Glück auf.