Zentnerlast, in Zeitlupe gewichen – Unser Senf zum Spiel (S04-M05)

So fühlte es sich an, nachdem sich der S04 zum ersten Saisonsieg gegen Mainz 05 gezittert hatte. Der Mainzer Manager Rouven Schröder trauerte zur Halbzeit zu recht den ersten zehn Minuten des Spiels hinterher. Ein konzentriert gespielter Angriff hätte die Mainzer Führung und Schalker Massenpanik bedeuten können.

Dann besann sich die Schalker Mannschaft dessen, was sie anscheinend trainiert haben, Sané schlägt den Ball aus rechten Halbraum auf außen zu Kono, der dribbelt und flankt und Schöpfi, der selbst ernannte Kopfballschwächste im Kader, köpfte sich die Schlaflosigkeit aus dem Anzug und der Schalker Gemeinde die Angst etwas aus den Knochen. Die Zeit bis zum erlösenden Schlusspfiff empfand nicht nur der Trainer als Leidenszeit, auch Manager Christian Heidel ging es so und scheint inzwischen weitgehend Schalke-sozialisiert zu sein, nach dem Motto ‚Geht eh noch schief‘: „Hab jeden Ball von Mainz drin gesehen„.

Wenn in der vergangenen Saison beinahe jedes gewonnene Spiel und jeder gewonnene Punkt ein hartes Stück Arbeit war, so wird es in dieser Saison ein ebenso harter Gang werden, weitere Lasten aus dem Rucksack zu räumen, den die Mannschaft immer noch trägt. Das ist noch lange nicht geschafft. Eine erste Erleichterung haben sich die Mannschaft und #teddylove verschafft und den ersten Dreier gewi-, äh, gewuppt.

Und nun auf nach Moskau, zum Wiedersehen mit Jeff und Bene.

Glück auf.

Tedesco will den Teufel austreiben – Unser Senf zum Spiel (FCK-S04)

Der Teufel heißt Arroganz, Fahrlässigkeit. Schalke schmeißt in Köln nach 2-0-Führung einnen sicheren Sieg beim Tabellenletzten und sicheren Absteiger weg. Zwei zu zwei. Der Trainer hat da keinen Bock drauf. Wie oft hat man das schon gesehen, eine an sich überlegene Schalker Mannschaft, die den Sack nicht zumacht. Den Gegner wieder ins Spiel holt. Eine uralte Schalker Krankheit. Das habe ich in der zweiten Liga gesehen. In den frühen Neunziger. Von den Eurofightern. Selbst die berühmte Schalker-Kreisel-Mannschaft um Kuzorra & Co. hat es mal geschafft, in einem Endspiel um die deutsche Meisterschaft eine 3-0-Halbzeitführung wegzuwerfen.

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Alles klappt, nur der Plan geht nicht auf. Unser Senf zum Spiel.

Nach der verdienten Niederlage gegen Rasenbumssport Leipzig, dem selbstverschuldeten Unentschieden gegen Hannover, und der schon leicht aufkommenden, altbekannten rauen Stimmung im Schalker Umfeld ob des Goretzka Wechsels begann das Sportjahr 2018 doch irgendwie wie man es kennt: sportlich durchwachsen und mit allerlei Nebenkriegsschauplätzen.

Von all dem lies sich Tedesco aber keineswegs beunruhigen und stellte die Mannschaft sehr gut und im Grunde recht einfach auf die zu Hause sehr guten Stuttgarter (vor dem Spielplatz Rang 5 der Heimtabelle) ein: abwarten und auskontern!

Muss man sich mal vorstellen, da will man den Gegner nur auskontern, führt früh beinahe ohne zutun mit 2:0 und wirklich alles spielt dem Matchplan in die Karten und was funktioniert partout nicht? An der Stelle müssen wir natürlich über Konoplyanka reden. Selbstverständlich muss er den Ball in der 64. Minute einschieben, auch wenn das mit nem Verteidiger mittig vor ihm im Tor garantiert auch einfacher aussieht als es schlussendlich ist.

Aber: so schlecht diese Szene war, so gut war sein restliches Spiel über 80 Minuten. Kono hatte die meisten Torschüsse, die meisten Sprints, die zweitmeisten „intensiven Läufe“ (ab wann ist ein Lauf eigentlich intensiv?) und die zweitmeisten Flanken im Schalker Spiel. Zudem spielte er Goretzka im Strafraum vor dem Elfer an, kam mehrfach im Strafraum zu aussichtsreichen Abschlüssen und hätte beinahe Burgstaller noch ein Tor vorgelegt. Einen großen Anteil am Spiel hatte Kono also in jedem Fall, mit einer ähnlichen, wenn auch unauffälligeren Leistung wie Harit. Der holte den Freistoß zum ersten Tor heraus und erzielte das zweite selbst, hätte zudem noch Kono eins auflegen können.

So entscheiden schlussendlich Zentimeter in den falschen Situationen zwischen dem Status des Matchwinners und des Prügelknaben. Solang Tedesco die Kritik an sowas so kalt lässt wie die Pfiffe gegenüber Goretzka, werden wir auch noch weitere gute Spiele von Konoplyanka sehen – dann aber auch trotzdem noch lieber mit Torbeteiligung 😉

1. Spieltag: Schalke – Leipzig, unser Senf zum Spiel

Schalke besiegt Rasenbums-Sport mit zwei zu null. Neben einer Stadiondurchsage, die sicher vielen im Gedächtnis bleibt und Timo Werner als Phantom auf dem Videowürfel, gibt es noch genug über das Spiel zu sagen. Philipp und Max haben ihre Gedanken zum Sieg niedergeschrieben:

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