Schalker am Ball bei der WM – Rußland 2018

Eine Fußball-WM ist eine aufregende Sache. Wirklich? Neulich saßen Mitbewohner Chris und ich zusammen und zweifelten genau daran. Das System FIFA, die Erinnerung an diese skandalträchtige Doppelvergabe an Rußland und Katar damals im Dezember 2010, „Putins WM“, die Art und Weise, wie sich der DFB und „Die Mannschaft“ präsentieren – #zsmmn – aber dann, hey, es ist Sommer, ein Monat lang Fußball-WM in Rußland – das ist doch schon auch geil. Nicht 2006-geil, aber geil. Deswegen hier ein königsblau gefärbter Blick auf WM-Teilnehmer mit Bezug zum S04.

Beginnen wir mit den Tribünenplätzen: Welche (Ex-)Blauen sind nicht in Rußland dabei?

Leroy Sané – Aussortiert wegen sexy. Nur soviel: Spielt „Die Mannschaft“ ein erfolgreiches Turnier, wird sich niemand an Leroy erinnern. Nach dem Aus im Achtelfinale gegen die Schweiz allerdings, wird dem guten Herrn Löw die Nichtnominierung aufs Butterbrot geschmiert werden.

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Blicke zurück und nach vorn

Die Bundesliga ist schon seit 11 Tagen GEschichte, der DFB-Pokal seit Samstag in Frankfurt bei der Eintracht und die Relegationsspiele zur ersten und zweiten Liga gespielt.

Noch einmal: Glückwunsch, S04

In der Liga fuhr der S04 an einem wunderschönen Samstag inner Arena das übliche 1-0 gegen eine seltsam lethargische Frankfurter Eintracht ein. Selten habe ich so einen entspannten Schalke-Samstag live im Stadion erlebt. Mannschaft und Trainer ließen sich zu recht für das Erreichte feiern. Nur, lieber Domenico Tedesco, sollten Sie das hier lesen: Weiter lesen… Blicke zurück und nach vorn

Geschenkt wird einem nix – Unser Senf zum Spiel (S04-BMG)

Eins zu eins im Heimspiel gegen die Gladbacher Borussen. Gastgeschenke hatten die Borussen nicht im Gepäck. Was auch nach den Aussagen vor der Partei („Wir sind doch eigentlich besser als die“) nicht zu erwarten war. Und zugegeben, Gladbach begann stark, sie wollten den Blauen was zeigen. Zum Beispiel, dass sie sehr gekonnt Tore herausspielen können, wie das 0-1, wobei der S04 zu dem Zeitpunkt schon mit einem Mann weniger auf dem Platz stand. Bentaleb hatte seine Hand nicht im Griff. Doch, Herr Heidel, das war ein Platzverweis. Weiter lesen… Geschenkt wird einem nix – Unser Senf zum Spiel (S04-BMG)

Tedesco will den Teufel austreiben – Unser Senf zum Spiel (FCK-S04)

Der Teufel heißt Arroganz, Fahrlässigkeit. Schalke schmeißt in Köln nach 2-0-Führung einnen sicheren Sieg beim Tabellenletzten und sicheren Absteiger weg. Zwei zu zwei. Der Trainer hat da keinen Bock drauf. Wie oft hat man das schon gesehen, eine an sich überlegene Schalker Mannschaft, die den Sack nicht zumacht. Den Gegner wieder ins Spiel holt. Eine uralte Schalker Krankheit. Das habe ich in der zweiten Liga gesehen. In den frühen Neunziger. Von den Eurofightern. Selbst die berühmte Schalker-Kreisel-Mannschaft um Kuzorra & Co. hat es mal geschafft, in einem Endspiel um die deutsche Meisterschaft eine 3-0-Halbzeitführung wegzuwerfen.

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Alles klappt, nur der Plan geht nicht auf. Unser Senf zum Spiel.

Nach der verdienten Niederlage gegen Rasenbumssport Leipzig, dem selbstverschuldeten Unentschieden gegen Hannover, und der schon leicht aufkommenden, altbekannten rauen Stimmung im Schalker Umfeld ob des Goretzka Wechsels begann das Sportjahr 2018 doch irgendwie wie man es kennt: sportlich durchwachsen und mit allerlei Nebenkriegsschauplätzen.

Von all dem lies sich Tedesco aber keineswegs beunruhigen und stellte die Mannschaft sehr gut und im Grunde recht einfach auf die zu Hause sehr guten Stuttgarter (vor dem Spielplatz Rang 5 der Heimtabelle) ein: abwarten und auskontern!

Muss man sich mal vorstellen, da will man den Gegner nur auskontern, führt früh beinahe ohne zutun mit 2:0 und wirklich alles spielt dem Matchplan in die Karten und was funktioniert partout nicht? An der Stelle müssen wir natürlich über Konoplyanka reden. Selbstverständlich muss er den Ball in der 64. Minute einschieben, auch wenn das mit nem Verteidiger mittig vor ihm im Tor garantiert auch einfacher aussieht als es schlussendlich ist.

Aber: so schlecht diese Szene war, so gut war sein restliches Spiel über 80 Minuten. Kono hatte die meisten Torschüsse, die meisten Sprints, die zweitmeisten „intensiven Läufe“ (ab wann ist ein Lauf eigentlich intensiv?) und die zweitmeisten Flanken im Schalker Spiel. Zudem spielte er Goretzka im Strafraum vor dem Elfer an, kam mehrfach im Strafraum zu aussichtsreichen Abschlüssen und hätte beinahe Burgstaller noch ein Tor vorgelegt. Einen großen Anteil am Spiel hatte Kono also in jedem Fall, mit einer ähnlichen, wenn auch unauffälligeren Leistung wie Harit. Der holte den Freistoß zum ersten Tor heraus und erzielte das zweite selbst, hätte zudem noch Kono eins auflegen können.

So entscheiden schlussendlich Zentimeter in den falschen Situationen zwischen dem Status des Matchwinners und des Prügelknaben. Solang Tedesco die Kritik an sowas so kalt lässt wie die Pfiffe gegenüber Goretzka, werden wir auch noch weitere gute Spiele von Konoplyanka sehen – dann aber auch trotzdem noch lieber mit Torbeteiligung 😉

Viel Lärm. Um nichts?

Goretzka wechselt zu den Bayern. Finde ich persönlich eine langweilige Entscheidung. Wie zu erwarten oder zu befürchten war, ergeben die Nebengeräusche und Kommentare zum Wechsel eine wilde Kakophonie.

Zunächst prescht Heidel am Freitag in der Spieltags-PK vor und verkündet Weiter lesen… Viel Lärm. Um nichts?

(k)eine Standortbestimmung gegen Gladbach

Morgen Abend spielt Schalke in Gladbach, wo wir traditionell ähnlich schlecht, wenn nicht sogar noch deutlich schlechter dastehen als zu Hause gegen Köln. Die Auswärtsbilanz in der Bundesliga liest sich mehr als miserabel: 7 Siegen und 9 Unentschieden stehen saftige 28 Niederlagen gegenüber. Zuletzt gewann man dort im Mai 2013. Julian Draxler traf zum 0:1 Endstand, Vorlage: Raffael.

Obwohl Gladbach uns mit einem Punkt Abstand in der Tabelle ziemlich im Nacken sitzt, verneinte Tedesco die Bedeutung des Spiels als Standortbestimmung. Kann ein Spiel zwischen dem Tabellendritten und Vierten überhaupt etwas anderes sein als eine Standortbestimmung?

Ja, und nein.

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