Toretzka foppt den Karnevalsverein – Unser Senf zum Spiel

Was war jetzt dette?, fragt sich der Berliner Schalke-Fan. La Ola in der Arena, Tabellenplatz vier, schon wieder ein 2:0-Sieg. Das Stadion traut sich gefühlt seit Jahren das erste Mal wieder, die Lüdenscheider öffentlich zu verhöhnen.  Di Santo schiesst zweimal auf das Tor. Ja, reibt euch die Augen, liebe Knappen. Change is real. Weiter lesen… Toretzka foppt den Karnevalsverein – Unser Senf zum Spiel

Keine große Sache, liebe Hertha – unser Senf zum Spiel

Schalke gewinnt nach 2013 endlich mal wieder in der Hauptstadt und zum zweiten mal auswärts in dieser Bundesligasaison. Einige von uns waren dabei, hier einige Beobachtungen und Eindrücke zum (Heim)Spiel in Berlin – aus Sicht eines Berliner Schalkers und den Ruhrpott-Schalkern:

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Gastbeitrag: Hertha BSC – Schalke 04

Das bevorstehenden Spiel gegen die Hauptstädter haben wir uns zum Anlass genommen einmal in Berlin anzufragen, ob uns ein Fachmann der alten Dame nicht mal erzählen kann, wie der Stand der Dinge vor unserem Auswärtsspiel dort so ist.

Alexander Jung von herthabase.de  war so nett, uns einen kleinen Vorbericht zu schreiben:

Am Samstagnachmittag kommt es zum Aufeinandertreffen der ewigen Rivalen Hertha BSC und Schalke 04. Nun ja, bekanntermaßen wird diese Rivalität nur von der Seite Herthas gelebt und teilweise verstehen nicht einmal die eigenen Fans die Sinnhaftigkeit dahinter. Dennoch birgt das Aufeinandertreffen schon immer eine gewisse Brisanz. So erinnert man sich als Berliner gern an das 4:1 im Olympiastadion vor über 10 Jahren, mit einem phänomenalen Marcelinho auf dem Höhepunkt seines Schaffens oder an die jüngsten Heimsiege gegen die Knappen. Dem gegenüber stehen die unzähligen Niederlagen auf Schalke, die für Hertha mittlerweile Normalität sind.

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Die Kommune liest (2): Wir Wochenendrebellen

Der Trend geht zum Zweitbuch, so Mitbewohner Chris, auch hier bei uns. Aus dem Regal nehmen wir heute „Wir Wochenendrebellen„.

 

Foto: Sabrina Nagel, www.siesah.de

Vater und Sohn suchen für den Sohn einen Verein, und zu diesem Zweck reisen der Vater Marco und sein Sohn Jason seit 2011 durch (nicht nur) Deutschlands Fußballstadien von Bundesliga bis Dritter Liga. Als „Wochenendrebellen“. Das klingt erst mal nicht so ungewöhnlich. Ist es aber doch.

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Von tanzenden Regenwürmern – der etwas andere Blick aufs Spiel

Sein erstes Mal wird wohl niemand so recht vergessen: Diese kribbelige Vorfreude, das Zittern und die Aufgeregtheit. Und dann der Anblick von wippenden, bebenden, äh,

Menschenmassen, natürlich. Wenn man dann wirklich im Stadion steht, zum ersten Mal.

Mein erstes Mal war irgendwann in den Achtzigern. In einer zugigen Betonschüssel, gegen so einen prominenten Gegner wie, sagen wir mal, Darmstadt 98. Ich weiß es nicht mehr. Ich weiß nur noch, wie Klaus Täuber den Endstand von 3:1 hergestellt hat und wie ekstatisch diese wiegende Masse von bestimmt fast 20.000 Fans gefeiert hat. Damals, in der guten alten Zeit, als Hooligans noch fröhlich die Südkurve aufmischen durften und ich zufällig mittendrin stand.

Diese Gedanken hatte ich gestern abend, als ich nun mit meiner Tochter das erste Mal im Stadion war, wir die Treppenaufgänge mit dem Aufzug hochfuhren und ich einen kurzen Blick auf das Hotel werfen konnte. Genau da, wo ich das erste Mal stand, steht jetzt ein Holiday Inn. Auch nicht schlecht.

 

Nun also die Tochter. Die letzten 2 Tage konnte sie kaum schlafen. Alleine die Bahnfahrt von Buer zum Stadion kann jemanden vom Land schon in Entzücken versetzen. Der Anblick des Tempels in der Dunkelheit, das blaue Lichtband der Seligkeit. Tausende Menschen auf einem Haufen. Ich hatte sie zwar vorher gebrieft, dass nicht unbedingt alle Manieren auch manierlich sind im Stadion, aber der Mund stand trotzdem unentwegt offen.

Das Steigerlied im Dunkeln. Wahnsinn. 60.000 Schals, Hunderte Fahnen. Das mit den Augen eines 8-jährigen zu sehen, das macht schon Pipi in die Augen.

Und der Rest vom Spiel?

Für meine Stammhalterin der helle Wahnsinn, den Jubel (wenigstens einmal kurz) und die Aufregung mitzuerleben. Sie hat Gott sei Dank vom Spiel nicht so viel gesehen, und musste so weniger ertragen als wir. Mit Blick auf die Nordkurve sagte sie erst ehrfürchtig: Die machen aber Krach. Guck mal, wenn die die Arme hochheben, sieht das aus wie tanzende Regenwürmer.

Wie so ein kindlich-naiver Blick doch schön sein kann: Unsereins plagt sich damit herum, dass das Spiel eher zäh läuft, wir zu viele Fehler machen und gute Kombinationen eher eine Seltenheit sind. Die Stimmung war mal deutlich besser, gerade gegen Leverkusen brennt sonst eher mal der Baum.

Und während wir uns zwischendurch immer mal wieder fragen, wie wir mit so einer Spielweise überhaupt noch Fannachwuchs kriegen sollen, brauchen wir uns einfach nur unsere Kleinen angucken:

Entrückter Blick, auch um elf Uhr nachts hüpfte sie noch herum vor Aufregung. Weil sie in der verschwitzten und völlig beschlagenen Straßenbahn mit ihrem Sitznachbarn einen Wettbewerb im Scheiben-Wischen gewonnen hat.

In diesem Sinne, einfach locker bleiben…

7. Spieltag: FC Schalke 04 – Bayer Leverkusen 1:1. Unser Senf zum Spiel

Dieses Spiel hat sehr gut gezeigt, wo das Team um Domenico Tedesco derzeit steht. Viel Engagement, viel Laufbereitschaft, taktische Disziplin, mannschaftliche Geschlossenheit und Ausgewogenheit. Aber auch fehlende Funktionen im offensiven Drittel und noch ausbaufähige Konterstärke und Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor.
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6. Spieltag: Hoffenheim – Schalke, unser Senf zum Spiel

Eine der wenigen englischen Wochen in dieser Saison ohne internationale Spiele liegt hinter uns. Sie brachte Diskussionen um Handspiele und Videoschiedsrichter, knackige 0:5 Tore und 0 Punkte. Angesichts dieser Werte, wäre es eigentlich üblich auf Schalke mal wieder Weltuntergangsstimmung auszurufen und Keller, Di Matteo, Breitenreiter, Weinzierl, Tedesco bitten den Hut zu nehmen. Die Gefühlslage ist aber schon eine etwas andere.

Max:

Hoffenheim ist unter Julian Nagelsmann zu einer Spitzenmannschaft gereift, das ist spätestens seit dem Championsleague Einzug der letzten Saison klar. Dass Schalke da auch wieder hin will, hin muss, auch. Ebenso aber auch ist klar, dass Schalke für diese Ansprüche noch nicht weit genug ist, die Entwicklung ist aber da.

Während in den ersten Spielen der Fokus mehrheitlich auf schnellen Kontern über Harit und Konoplyanka lag, wurde gegen Hoffenheim – gezwungenermaßen – gezeigt dass die Mannschaft grundsätzlich auch mit Ballbesitzspiel und hohem gegnerischen Pressing klar kommen kann. Während Hoffheim sich auf Konter und Pressing beschränkte, schaffte es Schalke zumeist  Konter im Keim zu ersticken und vor allem das Pressing effektiv zu umspielen, sodass gerade die zweite Halbzeit sich beinahe nur in der Hoffenheimer Hälfte abspielte.

Ja, das Spiel ging verloren, all das positive im Schalker Spiel rückt durch kleine aber entscheidende Fehler etwas in den Hintergrund, dennoch:

Unter Domenico Tedesco hat Schalke endlich einen klaren Plan, einen wieder zu erkennenden Spielstil. Im Gegensatz zu den letzten Jahren kann ich nach Niederlagen positiv auf das nächste Spiel sehen, denn es ist erkennbar, dass dort Potential ist, dass etwas zusammenwächst, dass die Mannschaft lernt und vor allem, dass sie nicht aufgibt oder in Lethargie verfällt, selbst bei einem 0:2 Rückstand gegen die Bayern. Mir gefällt das, und ich bin fest davon überzeugt dass diese Mannschaft in dieser Saison noch viele Punkte sammeln wird.