„Schalke ist immer noch ein unglaublicher Pol!“ Ein Interview mit einem Zeitzeugen der letzten Meisterschaft.

1958 gehen in der Kubanischen Revolution die Rebellen in die Offensive. In Frankreich kommt Charles de Gaulle an die Macht. In der DDR werden die Lebensmittelkarten abgeschafft. Der FC Schalke 04 e. V. wird bis heute das letzte Mal deutscher Meister. Bald jährt sich das zum 60sten Mal. Ich habe das Glück und Vergnügen gehabt, mich im Februar diesen Jahres in einem Berliner Hotel mit Richard Abel unterhalten zu können. Er ist als junger Mann dabei gewesen, in Hannover beim Endspiel gegen den HSV und lässt uns an der einen oder anderen Anekdote aus der Schalker-Zeit Teil haben. Vieles davon kann man sich so heute nicht mehr vorstellen und mir wird beim Gespräch klar, was das heißt: Mehr als 60 Jahre Schalker sein. Den kann so leicht wohl nichts mehr schocken und trotzdem hinterlässt Richard Abel den Eindruck, als sei er mit dem Herzen noch voll dabei. Seine Erzählungen sagen auch viel über die Perspektive der Erinnerung aus: Worauf legen wir Wert, wenn wir uns erinnern? Ich finde interessant, dass Richard Abel vor allem solche Aspekte aus der Zeit erinnert, die heute im Zusammenhang mit Profifußball wieder stark und emotional diskutiert werden: Es scheint mehr um die persönliche Bindung zu Spielern und Verein zu gehen, als um Titel oder schöne Spielzüge.

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Zum Heimspiel gegen den FC: Der Mythos „Oliver Held“

Es ist der 27. Spieltag in der Saison 97/98. Die Saison, in der Kaiserslautern nach Aufstieg Deutscher Meister wird. Wir begrüßen den 1.FC Köln im Parkstadion, es ist ein Mittwochabend im April und vieles ist ein wenig Durcheinander.

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Derby-Woche: Statistik und Gefühle

Noch zwei Tage bis zum Derby. Nach den Ergebnissen der letzten Wochen scheint der S04 gefühlt als hoher Favorit ins Derby zu gehen, was Quatsch ist, denn im Derby ist immer alles möglich, ähnlich wie in einem Pokalspiel, wie Ralle Fährmann gestern sagte. Mitbewohner Joe erklärt, warum der S04 am Samstag nach seinem Derbygefühl nicht Favorit ist.

Wie entstehen Gefühle? Eine große Frage, warum verliebt man sich, warum liebt man, warum geht die Liebe, warum mag man andererseits andere Menschen nicht, hasst sie gar?

Darum soll es hier nicht gehen. Sondern darum, wie bei einem Schalker ein eher ungutes Gefühl für das kommende Derby entsteht.

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Derby-Woche: Wie ich mal als Schiri das Derby gewann

Vor dem Derby nächsten Samstag wirft Mitbewohner Joe, der alte Sack, einen Blick zurück und erinnert sich an Zugfahrten, Hools, ein Kirchweihfest und wie sich so ein Derbysieg anfühlte. Damals.

Die Bundesliga. Unendlicher Spaß. Wir schrieben das Jahr 1992, genauer gesagt den 22. August. Zwei Schalker, mein Kumpel Christoph und ich, machten sich auf den Weg  von Sundern im schönen Sauerland in die verbotene Stadt, um dorthin zu gehen, wo kein Blauer hinwill. Es sei denn, es ist Auswärtsderby.

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