Nicht schön, aber weiter – Unser Senf zum Spiel (S05-S04)

Das erste Pflichtspiel ist vorüber und die Mannschaft macht genau so weiter wie in der letzten Saison. Sie spielt nicht sonderlich schön, aber zielorientiert.

Der Fokus des Spiels lag klar auf Ballbesitz und Sicherheit. Das ist insofern auch ganz sinnvoll, wenn man annimmt dass Schweinfurt der eigenen Abwehr nur durch Konter gefährlich werden kann. Schaut man sich die Spieldaten an (2:21 Torschüsse, 43:57% Ballbesitz), kann man festhalten, dass das auch ganz gut funktioniert hat.

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Der Fluch des zweiten Jahres

Eine zu weiten Teilen geräuscharme und beinahe langweilige Sommervorbereitung findet heute endlich sein Ende. Thilo Kehrer wechselt nach Paris und spült damit ordentlich Geld in die Kassen des Vereins.  Ob und wie damit Ersatz für ihn und den verletzten Oczipka finanziert wird, wird sich zeigen.  Schalke reist derweil nach Schweinfurt für das erste Pflichtspiel der Saison 18/19.

Vor beinahe genau 20 Jahren, am 15. August 1998, spielte Schalke am ersten Spieltag der Saison in Gladbach und unterlag mit 3:0. Anschließend schied man  im UEFA Cup in der ersten Runde und im DFB Pokal in der zweiten Runde aus. Die Saison beendete Schalke auf Platz 10.

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Einfach unbeschreiblich – Guido Burgstaller. Unser Senf zum Spiel in Leverkusen

Schalke gewinnt 2:0 in Leverkusen. Weil die Defensive gewohnt gut steht, diesmal auch über volle 90 Minuten, weil der Kampfgeist stimmt, weil die Konter diesmal – wenn auch sehr spät – etwas zählbares eingebracht haben, weil Embolo langsam zu alter Form kommt und weil Guido Burgstaller zum 10. mal das 1:0 für Schalke erzielt.

Überhaupt, dieser Guido Burgstaller ist ein Phänomen. Ich habe schon im Beitrag zum Spiel im Pokal gegen Wiesbaden ein Stück weit meine Liebe für seinen Fußball zum Ausdruck gebracht, ich mache es gerne wieder, denn dieses Tor war einfach so ein „typischer Burgstaller“, auch wenn man das bei Sky nicht so sah:

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Alles klappt, nur der Plan geht nicht auf. Unser Senf zum Spiel.

Nach der verdienten Niederlage gegen Rasenbumssport Leipzig, dem selbstverschuldeten Unentschieden gegen Hannover, und der schon leicht aufkommenden, altbekannten rauen Stimmung im Schalker Umfeld ob des Goretzka Wechsels begann das Sportjahr 2018 doch irgendwie wie man es kennt: sportlich durchwachsen und mit allerlei Nebenkriegsschauplätzen.

Von all dem lies sich Tedesco aber keineswegs beunruhigen und stellte die Mannschaft sehr gut und im Grunde recht einfach auf die zu Hause sehr guten Stuttgarter (vor dem Spielplatz Rang 5 der Heimtabelle) ein: abwarten und auskontern!

Muss man sich mal vorstellen, da will man den Gegner nur auskontern, führt früh beinahe ohne zutun mit 2:0 und wirklich alles spielt dem Matchplan in die Karten und was funktioniert partout nicht? An der Stelle müssen wir natürlich über Konoplyanka reden. Selbstverständlich muss er den Ball in der 64. Minute einschieben, auch wenn das mit nem Verteidiger mittig vor ihm im Tor garantiert auch einfacher aussieht als es schlussendlich ist.

Aber: so schlecht diese Szene war, so gut war sein restliches Spiel über 80 Minuten. Kono hatte die meisten Torschüsse, die meisten Sprints, die zweitmeisten „intensiven Läufe“ (ab wann ist ein Lauf eigentlich intensiv?) und die zweitmeisten Flanken im Schalker Spiel. Zudem spielte er Goretzka im Strafraum vor dem Elfer an, kam mehrfach im Strafraum zu aussichtsreichen Abschlüssen und hätte beinahe Burgstaller noch ein Tor vorgelegt. Einen großen Anteil am Spiel hatte Kono also in jedem Fall, mit einer ähnlichen, wenn auch unauffälligeren Leistung wie Harit. Der holte den Freistoß zum ersten Tor heraus und erzielte das zweite selbst, hätte zudem noch Kono eins auflegen können.

So entscheiden schlussendlich Zentimeter in den falschen Situationen zwischen dem Status des Matchwinners und des Prügelknaben. Solang Tedesco die Kritik an sowas so kalt lässt wie die Pfiffe gegenüber Goretzka, werden wir auch noch weitere gute Spiele von Konoplyanka sehen – dann aber auch trotzdem noch lieber mit Torbeteiligung 😉

(k)eine Standortbestimmung gegen Gladbach

Morgen Abend spielt Schalke in Gladbach, wo wir traditionell ähnlich schlecht, wenn nicht sogar noch deutlich schlechter dastehen als zu Hause gegen Köln. Die Auswärtsbilanz in der Bundesliga liest sich mehr als miserabel: 7 Siegen und 9 Unentschieden stehen saftige 28 Niederlagen gegenüber. Zuletzt gewann man dort im Mai 2013. Julian Draxler traf zum 0:1 Endstand, Vorlage: Raffael.

Obwohl Gladbach uns mit einem Punkt Abstand in der Tabelle ziemlich im Nacken sitzt, verneinte Tedesco die Bedeutung des Spiels als Standortbestimmung. Kann ein Spiel zwischen dem Tabellendritten und Vierten überhaupt etwas anderes sein als eine Standortbestimmung?

Ja, und nein.

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Derby-Woche: Vorbericht von drüben, was ist da eigentlich los?

Morgen ist es soweit, die Mutter aller Derbys steht an, wir reisen zu unseren Nachbarn und könnten dafür sorgen dass dort der Cheftrainer seinen Platz räumen muss. Während bei uns grade eitel Sonnenschein herrscht, läuft drüben mal so gar nichts zusammen.
Während wir natürlich auch ein rein sportliches Interesse an einem kleinen Einblick in die schwarzgelbe Stimmungslage haben, muss ich gestehen: aktuell macht es schon Spaß Berichte von dort zu lesen. Daher haben wir uns den BVB Fan @fritzelisches eingeladen, uns 04 Fragen darüber zu beantworten, was denn da gerade alles schief läuft.
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Derby-Woche: Wie ich als Schalker in Dortmund Meister wurde

4. Mai 2002, 34. Spieltag: Schalke verliert 1:2 zu Hause gegen Wolfsburg. Ich bekomme von dem Spiel ziemlich genau gar nichts mit, denn ich bin ca 32km weiter östlich von unserer gerade in dieser Saison erst eröffneten Arena: In Dortmund. Auf der Südtribüne. Beim Spiel Dortmund gegen Bremen. Dortmund gewann 2:1 und sicherte sich damit die deutsche Meisterschaft. Ich als Schalker mittendrin, zunächst inmitten der gelben Wand, nach dem Spiel auf dem Rasen.

Wie in aller Welt kommt man als Schalker dazu genau an diesem unmöglichen Tag an diesem unmöglichen Ort zu kommen? Nun, lasst mich „kurz“ ausholen:

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