„Vielleicht gibt es Chemnitz gar nicht!“ Fußball, Nazis, Gegenwehr.

Wie politisch ist Fußball? Tragen Vereine gesellschaftliche Verantwortung? Sind Spieler politische Akteure? Ich wäre froh, ich könnte diese Fragen theoretisch diskutieren. Die Entwicklungen der letzten Wochen (und Jahre), deren Ergebnis offen zur Schau getragener Rechtsradikalismus, Nationalismus, Fremdenhass sowie deutlich anti-demokratische Tendenzen sind, zwingen mich, konkret zu werden: Chemnitz. Als Karl-Marx-Stadt Geburtstort unseres Torwarts Ralf Fährmann. Der Chemnitzer FC, die „Himmelblauen“, das Team von Pascal Itter, des Verteidigers aus der Schalker Jugend. Der CFC, das Team aus der vierten Liga, Testspielgegner der Königsblauen Anfang 2017. Fußballtechnisch ist Chemnitz nah.

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Unser Senf zum Spiel: Schalker Mäusezoo gegen Berliner Maurer 0:2

Der FC Schalke 04 hat dieses Spiel zu Recht verloren, auch wenn die Hertha es nicht zu Recht gewonnen hat. Wie schon in der letzten Woche gegen den VfL Wolfsburg entscheidet sich das Spiel in wenigen hektischen Minuten. Danach herrscht Ratlosigkeit im Spielaufbau.

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Nicht nur der VAR ist ein Problem

Das samstägliche Regelchaos hat bei mir noch weitere Fragen aufgeworfen, die nichts mit dem VAR zu tun haben. Ich möchte daher mal zuerst folgende Szenen des Spiels nebeneinander stellen:

  1. Der Spieler Weghorst vom VfL Wolfsburg erhält die gelbe Karte, nachdem er in aggressiver Weise auf den Spieler Burgstaller zugerannt und diesen umgestoßen hat.
  2. Der Spieler Brooks erhält die gelbe Karte, nachdem er den Spieler Embolo beim Versuch des Kopfballs mit dem Fuß gegen den Kopf tritt.
  3. Der Spieler Sané zupft den Spieler Weghorst am Trikot, so dass dieser fällt und erhält dafür die gelbe Karte.

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Die Industrialisierung des Sehens. Perspektiven auf den VAR

Der Videobeweis („VAR“), der seit der Saison 17/18 in der Bundesliga eingeführt wurde, ist keine Innovation. Ich habe nun über zwölf Monate benötigt, um herauszufinden, woher mein Unwohlsein mit dieser Verfahrungsneuerung rührt.

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Kein Fazit – Aber meine persönlichen Saisonhighlights 2017/2018

Da der letzte Spieltag noch gar nicht gespielt ist, kann ich noch kein Fazit über diese Spielzeit schreiben. Ich habe aber gerade im Zug viel Zeit und seien wir ehrlich: Was soll gegen Eintracht Frankfurt noch passieren? Unser Team hat das Recht auf ein entspanntes Auslaufen. Kampflos wird es sicher nicht, dafür sind alle Beteiligten zu ehrgeizig und erfolgsorientiert. Domenico „Teschi“ Tedesco wird sicher einigen Spielern eine Chance geben, die sich bis jetzt selten oder gar nicht in der ersten Elf wiederfanden: Pjaca, Nübel, Insua, Baba, Tekpetey. Mögen sie an der Eintracht Revanche nehmen, auf das es eine Freude sei.
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Aktuelle Baustellen an der A2

Die Saison 2017/18 strebt auf ihren Höhepunkt zu. Sollte der S04 nicht den miesesten Endspurt der Vereinsgeschichte spielen, wird das Team im nächsten Jahr wieder international spielen. Nach den finanziellen Verlusten in diesem Jahr scheint das auch dringend nötig. Für ein sportliches Fazit ist es sicher noch zu früh, aber schon jetzt kristallisieren sich einige Baustellen heraus, die über den Sommer, in der Vorbereitung sowie in der nächsten Saison bearbeitet werden müssen.

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„Schalke ist immer noch ein unglaublicher Pol!“ Ein Interview mit einem Zeitzeugen der letzten Meisterschaft.

1958 gehen in der Kubanischen Revolution die Rebellen in die Offensive. In Frankreich kommt Charles de Gaulle an die Macht. In der DDR werden die Lebensmittelkarten abgeschafft. Der FC Schalke 04 e. V. wird bis heute das letzte Mal deutscher Meister. Bald jährt sich das zum 60sten Mal. Ich habe das Glück und Vergnügen gehabt, mich im Februar diesen Jahres in einem Berliner Hotel mit Richard Abel unterhalten zu können. Er ist als junger Mann dabei gewesen, in Hannover beim Endspiel gegen den HSV und lässt uns an der einen oder anderen Anekdote aus der Schalker-Zeit Teil haben. Vieles davon kann man sich so heute nicht mehr vorstellen und mir wird beim Gespräch klar, was das heißt: Mehr als 60 Jahre Schalker sein. Den kann so leicht wohl nichts mehr schocken und trotzdem hinterlässt Richard Abel den Eindruck, als sei er mit dem Herzen noch voll dabei. Seine Erzählungen sagen auch viel über die Perspektive der Erinnerung aus: Worauf legen wir Wert, wenn wir uns erinnern? Ich finde interessant, dass Richard Abel vor allem solche Aspekte aus der Zeit erinnert, die heute im Zusammenhang mit Profifußball wieder stark und emotional diskutiert werden: Es scheint mehr um die persönliche Bindung zu Spielern und Verein zu gehen, als um Titel oder schöne Spielzüge.

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