Unendliche Qual – Unser Senf zum Spiel (S04-SGE)

Das nächste Buch, das ich lesen werde, heißt „Unendlicher Spaß“ (Originaltitel: Infinite Jest) von David Foster Wallace, ein handlicher Buchziegel mit einem Umfang von 1.545 Seiten in der deutschen Übersetzung. Unendlicher Spaß – das GEgenteil des Schalker Saisonverlaufs, die schier unendliche Serie von Nackenschlägen setzte sich gestern kurz vor 18 Uhr in der dreihundertsiebenundachtzigsten Minute der Nachspielzeit fort.

„Darf’s ein bißchen mehr sein?“

Zum Beispiel mehr Handelfmeter. Dann war es also ein Handspiel von Caligiuri. Ich bin bei der Handspielregel so allmählich raus. Wenn ich das nächste Mal selbst zum Kicken auf einen Acker gehe, werde ich, sobald ich im eigenen Sechzehner bin, soweit wie möglich beide Hände und folglich auch die Arme hinter dem Rücken verschränken. Das erhöht die Anforderungen an Wendigkeit und Gleichgewicht beträchtlich und bietet den Angreifern erhebliche Vorteile im Zweikampf, aber diese Armhaltung minimiert das Handspielrisiko. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich zum Beispiel Mascarell gestern auch schon so gesehen, mit er mit beiden Hände hinter dem Rücken eine Flanke zu blocken versuchte.

Es darf sehr gern mehr Widerstandskraft sein, so wie sie die Mannschaft gestern nach katastrophalem Beginn gezeigt hat, das weiß das Publikum zu würdigen. Was der Rest der Fußball-Welt denkt und schreibt und meint, soll mir aktuell mal sehr gepflegt egal sein.

Ihr könnt uns mal

Wer jetzt glaubt, daß hier nach dem Niederschlag liegengeblieben wird: nee, Freunde. Glaskinn ist etwas für die Journalistenschaft, aus deren Reihen nach Huubs emotionaler Reaktion gegenüber zwei Journalisten gestern mit Sicherheit bald Geheule zu hören sein wird. Es ist verdammter Abstiegskampf, nicht die Zeit, sich Freunde zu machen.

Apropos Freunde, Freitag abend geht es dann nach Nürnberg. Verlieren für beide verboten, ein Punkt nützt recht betrachtet keinem. Danach folgenden Spiele zuhause gegen Leipzig Korrektur: Hoffenheim und auswärts das Derby. Meister wollen die aus der Nähe von Lüdenscheid ja anscheinend gar nicht werden. Sollten sie doch noch Ehrgeiz in diese Richtung entwickeln, können wir den Nachbarn bei diesem Anliegen, im Gegensatz zu den Spielzeiten 94/95 und 95/96, diesmal nicht behilflich sein, tut mir irgendwie bestimmt leid. Oder auch nicht.

Glück auf!

Joe

Joe

Schalker, Berliner, Sauerländer, Rechtsanwalt Jahrgang 73, und nun auch noch Blogger und Kommmunen-Mitgründer.
Joe

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