Unser Senf zu #S04SCF: Halbvolle Gläser blutjunger Typen

Ich vermute, eure Stimmung ist nicht gut. Egal, was ihr heute, am Sonntag macht. Ich vermute, die meisten von euch haben vor dem Spiel erwartet und gehofft, dass wir Freiburg aus der nach oben offenen Halle schießen. Ist dann mal wieder Schalke-mäßig anders gekommen.

Ein Tritt, eine kleine falsche Entscheidung, vielleicht hat Serdar gerade an was anderes gedacht, vielleicht hat der Schiedsrichter genau an diesem Samstagvormittag sich vorgenommen, so zu handeln: Dann ist es plötzlich ein anderes Spiel. Es fiel in eine Phase, in der wir von lahmer Ausgeglichenheit in die Kontrolle kamen. Schade, denn beide   – der Spieler und der Schiedsrichter – hätten andere Möglichkeiten gehabt. Es ist natürlich DFB-mäßiger Mist, wenn uns die Spieler kaputt getreten werden, und die Täter ungeschoren davon kommen. Aber es nützt ja nichts.

Ich will ehrlich sein, ich will raus in die Sonne, Kuchen essen und Tischtennis mit dem jungen Schalker Nachwuchs spielen, deshalb nur in Kürze: Habt Nachsicht. Ich hatte damit gerechnet, dass wir dieses Spiel gegen lauf- (!) und spiel-(!) freudige Freiburger verlieren. Die hatten aber gegen zehn Schalker nur eine richtige und zwei halbe Chancen und wir haben weiter auf Sieg gespielt. Mit einem Team das so jung ist, dass Mark Uth da vorne drin eigentlich Kindergeld kassieren müsste. Das Team ist intakt und hat mir Freude bereitet. Es war ein Spiel ohne Daniel Caliguiri, ohne Ben Stambouli. Der Trainer hat den Mut bewiesen, nach der Halbzeit nicht zu mauern. Er hat den Mut bewiesen, Matondo weiter im Spiel zu lassen, ihn in  das Team zu integrieren und mit ihm Zutrauen zu haben. Wir haben das Spiel nicht verloren. Ich verstehe, dass ihr den zwei Punkten hinter her trauert. Trauert nicht zu lange. Das Glas dieses Spiels ist halbvoll. Glück auf.

PS.: Auf meinem Fensterbrett sitzt übrigens die erste Wespe. Das finde ich bedenklich.

Christian

Christian

Nach der aktiven Karriere (Champions League-Teilnahme mit den Schäl Sick Rastellis) erfolgloser Demotivationstrainer an ostdeutschen Theatern. Jetzt Vertreter (u. a. von gebrauchten Interessen). Windows 98-Experte. Vater. Genosse. Ostfriese. Schalker. Kommunen-Koch.
Christian

Ein Kommentar zu “Unser Senf zu #S04SCF: Halbvolle Gläser blutjunger Typen

  1. Schöner – einer der wenigen positiven – Kommentare. Ich sehe es ähnlich. Es gibt durchaus Positives. Vor allem ist die Schalke-Welt nicht so grau, wie sie derzeit in der Presse gezeichnet wird. Mir scheint „die Medien“ sind froh, dass man mal wieder was zu kritisieren hat.
    Bzgl. der positiven Aspekte: Mascarell scheint endlich ins Spiel zu finden. Fährmann wirkt wieder sicherer. Und grundsätzlich wird wieder mehr mit Ball gespielt. Dass das Spiel nicht sonderlich ansehnlich war, hatte auch was mit Freiburg zu tun.
    Bzgl. Matondo: ich fände es besser er würde nur 10-20 Minuten spielen, um sich langsam einzufinden. In der Startelf sehe ich ihn bei seiner Leistung nicht.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.