Geschenkt wird einem nix – Unser Senf zum Spiel (S04-BMG)

Eins zu eins im Heimspiel gegen die Gladbacher Borussen. Gastgeschenke hatten die Borussen nicht im Gepäck. Was auch nach den Aussagen vor der Partei („Wir sind doch eigentlich besser als die“) nicht zu erwarten war. Und zugegeben, Gladbach begann stark, sie wollten den Blauen was zeigen. Zum Beispiel, dass sie sehr gekonnt Tore herausspielen können, wie das 0-1, wobei der S04 zu dem Zeitpunkt schon mit einem Mann weniger auf dem Platz stand. Bentaleb hatte seine Hand nicht im Griff. Doch, Herr Heidel, das war ein Platzverweis. Stimmt, Franck Ribéry kann sich das erlauben. Aber: quod licet iovi, non licet bovi. Natürlich ist diese Ungleichbehandlung durch nichts gerechtfertigt. Wo wir gerade beim Platzverweis sind, gute Besserung, Herr Stindl. Der Verweis auf John Lennons „Instant karma“ ist jetzt auch schon alt. Und, zugegeben, etwas mies. Gute Schauspieler sind schwierig zu finden, heutzutage, insbesondere im Fußball.

Gründe zur Freude

Aber erfreuen wir uns lieber an einer Schalker Mannschaft, die sich einfach nicht unterkriegen lässt. Erfreuen wir uns an der wie beiläufig verkündeten Vertragsverlängerung von Domenico Tedesco. An der wieder unfassbaren kämpferischen Leistung von und nicht nur Caligiuri. An der wiedergefundenen Kampfbereitschaft von Leon Goretzka, laufstärkster Schalker Spieler am Samstag. An der stoischen Gelassenheit, mit der Ralle Fährmann Großchancen vereitelt. Noch ein Punkt bis zur sicheren CL-Quali, mit einem Dreier in Augsburg ist mindestens Platz 3 sicher. Alles töffte auf Schalke. Oder ist noch was?

Mey-wer?

Ich habe auf dieses Meyer-Thema keine Lust. Aber ich hatte schon so ein schlechtes Gefühl, als sich Clemens Tönnies vorige Woche sich über den „Zug des Geldes“ mokierte, den Goretzka und Meyer genommen hätte. Sagt ein Mulitmultimillionär. Als nächstes ist er, also Meyer, dann verletzt, zumindest war er es im Laufe der Trainingswoche, und stand demzufolge nicht im Kader. Worauf Meyer in grober, und mit Sicherheit beabsichtigter verfälschender Verkürzung des Sachverhalts klugscheißend nach dem Spiel durch die Mixed-Zone läuft: „Stimmt doch alles nicht.“ Dann schickt Wittmann seinen Schwager Mario Basler und seinen Schützling Hamit Altintop in den Doppelpass am Sonntag und lässt über Schalke lästern. Das geht immer. Heute abend sitzt Herr Heidel dann bei Sky90 in einer Talkshow. Und, wie gesagt, heute ist Zicke Meyer in der Blöd und beklagt sich über „Mobbing“, „Lügen“, und überhaupt. Oder sein Berater beklagt sich für ihn, was nicht nur ich vermute. Endlich wieder „Krise auf Schalke“! Das mit dem sauberen Abschied von Max Meyer hat sich also erledigt. Schade. Nur was denkt Herr Meyer eigentlich, wer er ist? Ach so, ja, vermutlich der Nachfolger von Andrés Iniesta bei Barca. Das Thema ist so nervig und überflüssig. Fresse halten. Alle. Ganz besonders die Scheiß-Berater. Ja, Sie, Herr Wittmann. Wenn wegen dieser Scheiße jetzt noch die CL-Teilnahme vergeigt wird, springe ich Ihnen und Herrn Meyer höchstpersönlich mit meinem nackten Arsch ins GEsicht.

Es könnte alles so schön einfach sein gerade. Aber geschenkt wird einem nix. Glück auf.

Joe

Joe

Schalker, Berliner, Sauerländer, Rechtsanwalt Jahrgang 73, und nun auch noch Blogger und Kommmunen-Mitgründer.
Joe

6 Kommentare zu “Geschenkt wird einem nix – Unser Senf zum Spiel (S04-BMG)

  1. @An der wiedergefundenen Kampfbereitschaft von Leon Goretzka

    … da habe ich dann wohl ein anderes Spiel gesehen.
    Der schont sich m. E. weiterhin Woche für Woche für die WM.

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    1. Ich mache es an der Laufleistung am Samstag fest. Goretzka war nach dem Spiel auch echt alle, so mein Eindruck. Geschont hat er sich am Samstag nach mE gerade nicht. In den Wochen davor hatte ich einen anderen Eindruck.

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  2. Ich finde wir sollten dem Wittmann Hausverbot erteilen.
    Und bezüglich Meyer. Der wird der nächste Holtby. Who Cares.

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  3. MM war in der U19 schon DIE DIVA. Viel dazu gelernt hat er leider nicht. Sehr schade, denn mir gefällt wie er spielt und ich habe gehofft er würde Schalke wertschätzen und bleiben.

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  4. Kehrer wird sich nicht verkaufen lassen und ebenfalls ablösefrei gehen, nächster Ärger inklusive…

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