Da muss man sich nicht für schämen – Unser Kurz-Senf zum Spiel (S04-Hertha)

Für Platz zwei nach Spieltag 25. Warum auch? S04 spielt eine ordentliche Saison. Auf die Leistung der anderen haben wir außerhalb der direkten Duelle keinen Einfluss, und, ganz ehrlich, ist es mir auch scheißegal. Die Mannschaft folgt dem Trainer. Nach dem Rückrundenauftakt in Leipzig sprach Tedesco noch davon, dass in der zweiten Halbzeit die Mannschaft nicht das gemacht hatte, war vereinbar war.

Inzwischen halten sich die Spieler wieder an die Vorgaben, was zu erfolgreichen Ergebnissen führt. Dass nicht alles spielerisch Gold ist, was in Punkten glänzt, hat der Trainer in seinen Stellungnahmen zum Hertha-Spiel deutlich erklärt.

Aber es gibt keinen Ersatz für Siege, sagte einst Ottmar Hitzfeld, und so binsig der Satz, so richtig ist er. Die allermeisten Mitglieder und Fans können nicht die tägliche Arbeit verfolgen, sondern nur die Spiele. Und da erkennt man, dass sie etwas tun. Wie sich das taktisch-matchplanmäßig darstellt, erklärt am Beispiel des Hertha-Heimspiels wieder der Karsten.

Zauberfußball, der erfolgreich ist, den sehen wir dann vielleicht demnächst. Für den Moment, für diese Saison, kann ich mit der ehrlichen, sichtbaren, soliden Arbeit bestens leben, auch wenn sie nicht glänzt.

Max Meyer auch, so mein Eindruck. Dass sein Berater eventuell einen an der Waffel hat, mag sein, oder auch nicht. Dass die Kommunikation mit Heidel vielleicht nicht ordentlich gefunzt hat, mag sein, oder auch nicht. Auch das wird sich auflösen. Kein Grund zur Aufregung. Kein Grund sich zu schämen.

Joe

Joe

Schalker, Berliner, Sauerländer, Rechtsanwalt Jahrgang 73, und nun auch noch Blogger und Kommmunen-Mitgründer.
Joe

2 Kommentare zu “Da muss man sich nicht für schämen – Unser Kurz-Senf zum Spiel (S04-Hertha)

  1. Ja, schämen muss sich niemand. Ich habe mich allerdings gefragt, warum nicht ansatzweise ein Schalke-typische, leicht euphorische, einfach gute Hochstimmung aufkommt. Wir sind nach einer total verkorksten Saison 16/17 mit verkleinertem Kader derzeit die zweitbeste deutsche Profifußballmannschaft. Mögliche Alternativen:
    a) Die Leute haben keinen Bock auf Euphorie. Einfach abgenutzt nach den Magaths, diMatteos, Heldts, Breitenreiders, Neuanfängen der letzten Jahre.
    b) Zu wenige Identifikationsfiguren. Außer Burgi alles schnöde Langweiler ohne Starpotiential. (Also: Ist jetzt nicht meine Meinung)
    c) Ohne Titelkampf kein Spaß. Worauf soll man sich freuen? Der zweite Platz hat im Prinzip die gleiche Bedeutung wie der dritte, vierte, fünfte. International spielen klingt irgendwie gut, und die Bayern angreifen geht halt nicht. Einfach „eine Liga für sich“.

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    1. vergessen:
      d) BuLi-Fußball ist auf dem Weg zu Rasenschach. Im Fall von Schalke derzeit erfolgreich, aber auch nicht berauschend. Kein Raul-Tricks, nichts bahnbrechendes von Farfan, nix geiles von Draxler etc. pp. Irgendwas fehlt.

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