Derby-Woche: Unser Ausblick auf die Woche und unser Senf zur „Generalprobe“

Montagmorgen, 20.11.2017, der Beginn der ersten Derbywoche der Saison 2017/18.

Über die Woche hinweg beschäftigen wir uns – wie jeder andere blauweiße oder schwarzgelbe Fan – einzig und allein mit dem wichtigsten Ereignis des Halbjahres.

Jeder Tag ein Beitrag rund ums Derby, Geschichten, Statistiken und natürlich ein Ausblick aufs Spiel. Unsere Derbywoche auf torhagelblau.de.

Die Vorbereitung fängt bei uns so an, wie sie die Mannschaft ebenfalls beginnen wird: Mit der Aufarbeitung des Spiels gegen Hamburg, bei uns jedoch ohne Video-Analyse.

Generalprobe geglückt

Schalke schlägt Hamburg mit 2:0. Ein Blick auf die aktuelle Bundesligatabelle zaubert ein Lächeln auf die Lippen: Platz 2, Punktgleich mit der Werbekampagne eines Brauseherstellers Rasenbums Sport Leipzig und 3 Punkte vor unseren Nachbarn aus dem Sauerland.

Mit der gleichen Elf wie in Freiburg entwickelte sich ein ähnliches Spiel wie in Freiburg: wenige Torchancen auf beiden Seiten. Während dies in Freiburg noch den stark verteidigen Freiburgern geschuldet war, legte Schalke gegen Hamburg selbst primär den Fokus auf die Defensive. Tedesco sprach schon in der Pressekonferenz vor dem Spiel über die schnellen Außen der Hamburger, nach dem Spiel dass man „Personal opferte um die Flügel zu verteidigen“. Im Detail hieß dies dass Caliguiri und Oczipka weniger stark aufrückten, und McKennie sich ebenfalls etwas tiefer orientierte.

Das Ergebnis war insbesondere in der ersten Hälfte eine bemerkenswerte Spielkontrolle. Hamburg kam selten dazu mehrere Pässe in Folge zu spielen, zu schnell stand dem Ballführenden mindestens ein, meistens zwei bis drei Schalker auf den Füßen. Grundsätzlich änderte sich daran auch in Hälfte Zwei nichts, wenngleich der HSV deutlich offensiver spielte und eben über die schnellen Außen zu zwei Chancen kam.

So gut wie Schalke defensiv (wieder einmal) eingestellt war, so sehr fehlte es nach vorn hin (wieder einmal) etwas an Kreativität. Wie bereits erwähnt war der Plan ohnehin nicht ein Offensivfeuerwerk, und das frühe 1:0 machte das Kontern noch mal bequemer, aber mit solch einer Kontrolle über das Spiel kann (oder muss?) man das Spiel schon früher deutlich klarer gestalten.

Fazit

Was bleibt ist Platz 2. Was bleibt ist eine Formkurve die steiler kaum nach Oben zeigen kann: Seit 7 Spielen ungeschlagen, dabei 12:3 Tore. Die Form-Tabelle auf bundesliga.de (letzte 5 Spiele) zeigt auch: 13 Punkte, 8:1 (!) Tore.

Mensch, Kinners, Generalprobe gelungen, umgredrehte Vorzeichen vorm Derby im Vergleich zu den letzten Jahren. Chaos Club mit Trainer Diskussion gegen Bayernjäger.

Ich bin heiß wie Frittenfett!

Glück auf!

Max

Max

Laptop-Trainer (ohne Trainerschein, aber mit Laptop).

Ist einer von diesen "Taktik-Liebhabern", die sich auch die langweiligsten Spiele schön reden. Trauert bis heute Ivan Rakitic hinterher und schaut - sofern Schalke nicht grade spielt - ab und zu gern Spiele des FC Arsenal.
Max

4 Kommentare zu “Derby-Woche: Unser Ausblick auf die Woche und unser Senf zur „Generalprobe“

  1. Vielen Dank! Wie schon gegen Freiburg war auch hier nicht alles Gold. Hat ja noch nicht mal so sehr geglänzt. Was für mich vor allem vom Spiel bleibt, ist meine Sorge um Breel Embolo. Immer, wenn er am Ball ist, habe ich Sorge um seinen Gesundheitszustand, um den der Gegner und um seine eklatante Gelb-Rot-Gefährdung. Er hat in sechs Kurz(!)-Einsätzen drei Gelbe Karten als Stümer. Gestern wäre er um ein Haar geflogen. Dabei scheut er das spielerische Risiko, gewinnt kaum Zweikämpfe, keine 1-gegen-1. Ich habe nicht das Gefühl, dass er aktuell auf einen Bundesliga-Rasen gehört. Er wirkt unglaublich verunsichert und irgendwie aggressiv.

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    1. Ich denke ein Erfolgserlebnis würde ihm unheimlich gut tun. Aber in der aktuellen Form weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ihm das gelingen sollte. Drücken wir ihm mal weiter die Daumen.

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    2. Ich finde eigentlich man konnte eine deutliche Verbesserung zu den letzten Spielen sehen. Breel war zwar nicht so umtriebig wie Di Santo vor ihm auf der Position, und erst recht nicht so wie Burgstaller, aber er hat wieder gute Sprints angezogen, war sicherer am Ball und hatte auch wieder mehr Übersicht für seine Mitspieler.

      Ich denke, Sorgen musst du dir nicht mehr machen, mittlerweile erscheint es mir plausibel dass er noch mehr Spielpraxis braucht. Das hilft sehr um ein Gefühl für Zweikämpfe zu bekommen um eben nicht einmal blöd zu spät rein zu rauschen.

      Was die 1 gegen 1 Situationen von Breel angeht: eine von diesen hätte mit Gelb/Rot für Papadopoulos und Freistoß enden müssen, gab leider gar nichts vom Schiedsrichter.

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