Keine große Sache, liebe Hertha – unser Senf zum Spiel

Schalke gewinnt nach 2013 endlich mal wieder in der Hauptstadt und zum zweiten mal auswärts in dieser Bundesligasaison. Einige von uns waren dabei, hier einige Beobachtungen und Eindrücke zum (Heim)Spiel in Berlin – aus Sicht eines Berliner Schalkers und den Ruhrpott-Schalkern:

  • Kehrer kann rechts wie links in der Dreierkette verteidigen und spielt inzwischen, als würde er seit Jahren nichts anderes tun.
  • Stambouli in der Dreierkette bleibt ein ungewohnter Anblick.
  • Naldo könnte in dieser Form auch fast als alleiniger Innenverteidiger spielen und Ralle hätte trotzdem kaum Beschäftigung.
  • Sollten wir Goretzka und die neue Frisur auf der Sechserposition, Max Meyer, am Ende der Saison verlieren, wäre es doppelt schade und ein Verlust, der schwierig zu kompensieren wäre.
  • di Santo fehlt nach langer Torflaute das Stürmer-Selbstbewusstsein, was kein Wunder ist. Seine Meter, Laufwege im Sinne der Mannschaft bzw. der Taktik macht er aber.
  • Oczipka und Caligiuri spielen immer. Wer hätte das gedacht.
  • Harit entwickelt sich von Spiel zu Spiel.
  • Schön, wenn man einem guten Freund, Schalker durch Heirat, sein erstes Mal im „richtigen“ Auswärtsblock ermöglichen kann und wenn man im Verlaufe des Spiels merkt, wie sehr ihn das freut.
  • Die Spieler der Hertha knieten vor dem Anpfiff und solidarisierten sich mit der Aktion „take a knee“. Wie man das einordnen möchte, sei hier dahingestellt. Bemerkenswert war die Aktion allemal.
  • Der Gästeblock blieb wiederum blieb nach Anpfiff stumm. Fabian, Mitglied der Ultras, ist mit erst 21 Jahren in der vorigen Woche verstorben. Auch die Mannschaft, vertreten durch Kapitän Fährmann, beteiligte sich nach Spielende am Gedenken. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden.
  • Heidel kann auf jeden Fall gut kontern.
  • Und jetzt mal ehrlich, liebe Herthaner, so langsam ist es doch mal gut mit dieser gewollten Rivalität. Oder? Oder eher nicht? Ganz wie Ihr möchtet, nur wird es uns auch zukünftig nicht interessieren.
Joe

Joe

Schalker, Berliner, Sauerländer, Rechtsanwalt Jahrgang 73, und nun auch noch Blogger und Kommmunen-Mitgründer.
Joe

2 Kommentare zu “Keine große Sache, liebe Hertha – unser Senf zum Spiel

  1. Danke, Joe. Das Gejammer der Herthaner, „Gelsenkirchen“ sei so schwach gewesen, ist hier (aka „mein Büro“) kaum zu ertragen. Zum Spiel: Ich wäre ja froh, wenn MM7 hier seine Bestimmung gefunden hätte, befürchte aber, dass Mainz am Freitag ihn aggressiver anlaufen wird. Erst dann wird sich zeigen, ob das Pentagon im Mittelfeld (https://halbfeldflanke.de/2017/10/mit-5-eck-und-ballbesitz-hertha-bsc-fc-schalke-04-02/) eine dauerhafte Lösung ist. Eine gewisse Ironie läge schon drin, wenn Meyer endlich auf die Art (abkippender 6er) reüssieren würde, wie es für Geis angeblich nicht möglich war.

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  2. Wenn Schalke so schwach gewesen sein soll, wieso hatte S04 dann bei einem Auswärtsspiel gefühlte 80% Ballbesitz und Hertha nur 2 Schüsse in etwa Richtung Tor und keine einzige vernünftige Torchance bei nem Heimspiel. Wobei, bei dem gefühlt nur mit 30.000 Zuschauern besetzten Stadion von Heimspiel für Hertha zu reden, is auch albern…;)

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