Heimspiel im Prenzlauer Berg

Das erste Pflichtspiel der Blauen und wo wird gespielt? Direkt vor der eigenen Haustür, 10 Minuten Fußweg zum ehrwürdigen Jahn-Sportpark (in dem, neben anderen, ein Speerwurf-Weltrekord für die Ewigkeit aufgestellt wurde, der nicht mehr gilt, ganz andere Geschichte, und in dem die Schalker U19 2005 den Junioren-Pokal gewann).

Ein Heimspiel vor der Haustür ist für Gelsenkirchener normal, für die Blauen in Prenzlauer Berg und ganz Berlin aber nicht alltäglich. Und so war die Vorfreude groß, Risikospiel hin oder her.

Bei feinstem Sommer-Fussballwetter fanden sich dann ca. 4000 Schalker ein und sorgten mit für die Nachwende-Rekordkulisse beim vormaligen DDR-Serienmeister und Mielke-Club, über dessen Geschichte Mitbewohner Karsten in seiner anderen Residenz ein paar Worte geschrieben hat.

Die Polizei war zahlreich vor Ort, hielt sich zurück, rund um das Stadion blieb es auch weitgehend ruhig. Während die Dynamos zu Beginn der zweiten Halbzeit pyromanisch wurden, verzichtete der blaue Block darauf vollständig. Auf stimmgewaltige Unterstützung aber natürlich nicht, auffallend war, wie häufig der Gegner geschmäht wurde.

Taktische Analyse kann Mitbewohner Karsten besser, hier nur einige Beobachtungen: Kehrer sehr stabil in der Dreierkette, ob zentral oder rechts wie in der zweiten Hälfte. Oczipka auf links im Vierer-Mittelfeld tat viel, allerdings ging auch viel schief. McKennie im ersten Pflichtspieleinsatz in seinem Startelfdebut (Danke für den Hinweis, Phipser) grundsolide. Di Santo nach Einwechselung sehr aktiv, Burgstaller hingegen wirkte irgendwie „befangen“. Und wohl dem Trainer, der in so einem Spiel noch Goretzka und Meyer bringen kann, welche die Tore durch „Konnopke“ (ist einfach kürzer und umme Ecke) vorbereiteten.

Tore, die für große Erleichterung im blauen Block sorgten. Es war keine Offenbarung, aber die Pflichtaufgabe wurde erledigt. Samstag Abend ist „Rasenbums-Sport“ (Wortschöpfung während der Spielanalyse im Schmittz) Leipzig inner Arena dran. Mit Mitbewohner Chris und mir als „Fieldreportern“. Mit sicherlich anderer Mannschafts-Aufstellung. Wieder mit viel Vorfreude und vorsichtigem Optimismus: 3-0.

Fotos: Mitbewohner Philipp

Joe

Joe

Schalker, Berliner, Sauerländer, Rechtsanwalt Jahrgang 73, und nun auch noch Blogger und Kommmunen-Mitgründer.
Joe

4 Kommentare zu “Heimspiel im Prenzlauer Berg

  1. McKennie hatte bereits einen Kurzeinsatz am 34. Spieltag gegen Ingolstadt. Du meintest wahrscheinlich Startelfdebüt…

    Antworten

    1. Wie Joe schon sagte, Analyse kann Karsten besser 😉

      Ja, es war natürlich sein Pflichtspiel-Startelf-Debüt!

      Antworten

  2. Kann nur zustimmen. Kehrer wirkte wirklich „komplett“, bin sehr gespannt, wie er sich entwickelt. McKennie wirklich cool, echt nen toller, vielleicht wird er ja der neue Abräumer hinter Goretzka? Vorner hapert es etwas, da muss mal einer knipsen. Hoffen auf Embolo.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.