Ein Hoch auf Tedesco!

Domenico Tedesco hat Höwedes vom Thron und damit vielen Schalkern vor den Kopf gestoßen. Interessiert das überhaupt jemanden? Hoffentlich, wahrscheinlich, warum nicht!

Wenn ich an Höwedes und seine Schalker Zeit denke, dann fallen mir zunächst zwei Dinge auf: mangelnde Konstanz und Verletzungsanfälligkeit. Es ist lange her, dass er mal eine Saison „durchgespielt“ hat, was auch mit der wachsenden Wertschätzung durch Jogi Löw zusammenhängt. Doch das sind quasi die Kernkompetenzen eines Kapitäns: Stammspieler und leistungstechnisch immer mit gutem Beispiel vorangehen.

Benny Höwedes ist ein astreiner Sportsmann, keine Frage. Sein mentaler Einsatz ist stets vorbildlich, aber der Kapitän muss eben auch konstant Leistung auf hohem Niveau abrufen können. Zur mentalen kommt also die technische Seite. Hier hat Fährmann ganz klar die Nase vorn. Seit Jahren gehört er zu den besten und konstantesten Schalkern, gibt stets 120%. Selbst dann, wenn seine Vorderleute mal wieder patzen. Deswegen ist es nur logisch, dass er neuer Kapitän wird.

Es ist richtig, dass die Kapitänsfrage bei einer Topmannschaft eher zweitrangig ist, da die Verantwortung dann auf vielen Schultern zu gleichen Teilen ruht. Nur: Schalke ist keine Topmannschaft. Die Kapitänsfrage kann entscheidende Konsequenzen haben. Ein guter Kapitän sollte den chronischen Chaos-Haufen gut im Griff haben.

Teilweise wirkte es so, als hätte Höwedes nicht immer alle Mitspieler erreicht. Man erinnere sich an die zahlreichen „Lagerbildungen“ während seiner Amtszeit –  kurz erwähnt seien hier nur die legendären Boateng-Chroniken. Hoffen wir, dass Fährmann dies besser gelingen wird und Höwedes befreit aufspielen kann. Am besten fängt er schon am Samstagabend damit an – und Fährmann wünschen wir zur Kapitänspremiere eine weiße Weste.

Philipp

Philipp

Hat mal mit Manuel Neuer einen Italienischkurs besucht.
Philipp

Ein Kommentar zu “Ein Hoch auf Tedesco!

  1. Bei diesem Gehalt sollte jeder sein „eigener Kapitän “ sein.
    Höwedes hat sich nichts vorzuwerfen.
    Ich kann seine Enttäuschung gut verstehen.

    Antworten

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