1. Spieltag: Schalke – Leipzig, unser Senf zum Spiel

Schalke besiegt Rasenbums-Sport mit zwei zu null. Neben einer Stadiondurchsage, die sicher vielen im Gedächtnis bleibt und Timo Werner als Phantom auf dem Videowürfel, gibt es noch genug über das Spiel zu sagen. Philipp und Max haben ihre Gedanken zum Sieg niedergeschrieben:

Philipp:

Nach den fünf Auftaktpleiten der Vorsaison musste man gegen den Vizemeister schon das schlimmste befürchten. Doch Tedesco konnte schon im ersten Spiel Begeisterung entfachen. Die letzte Reihe (Dreierkette) stand mit Naldo, Nastasic und Kehrer äußerst gut und hat so ziemlich alles abgefangen. Insbesondere Kehrer war unglaublich souverän. Oczipka, schon als teurer Mittelklassespieler belächelt, rannte auf der linken Seite auf und ab. Und vorne war tatsächlich mal Effizienz zu beobachten: Konoplyanka machte eiskalt den Deckel drauf. Einzige Schwachstelle war das Mittelfeldzentrum. Hier hat Schalke zu spät gestört, das hätte Leipzig besser ausnutzen können. Mit Bentaleb und Goretzka ist man hier insgesamt gegen spielstarke Gegner zu offensiv aufgestellt. Ich bin gespannt, welche Feinheiten Tedesco herausarbeiten wird, wie er gegen deutlich überlegene Gegner oder auch Underdogs antreten wird. Die große Frage wird sein, ob er dazu das System leicht anpasst oder gar ein zweites System etablieren wird. Gerade deswegen freue ich mich schon jetzt wie Bolle auf die nächsten Spiele!

 

Max:

Schalke hat Leipzig gnadenlos den Schneid abgekauft. Auch wenn die Statistiken einen leichten Vorteil für RB Leipzig beschreiben (11:12 Torschüsse, 4:5 Ecken, 40% Schalker Ballbesitz), hatte das Brauseteam niemals die Chance das Spiel wirklich in die Hand zu nehmen. Schalke lies bewusst den Gegner kommen, hielt sie dabei aber konsequent aus der Mitte fern und drängte Angriffe meist auf die Außen. Kamen Keita und Co trotzdem mal mittig vor dem Strafraum an den Ball, war sofort alles so schnell doppelt und dreifach zugestellt, sodass Ballverluste beinahe vorprogrammiert waren.

Diese Balleroberungen sollten dann für Konter über die schnellen Konoplyanka und Harit genutzt werden. Während gerade Kehrer neben der überragenden Defensivleistung auch gut mit dem schnellen Umschaltspiel zurecht kam, zeigte Naldo dass zwar kaum jemand an ihm vorbei kommt, es am Aufbauspiel aber noch hapert. Mehrfach spielte er – mit guter Idee, aber überhastet – statt dem eigenen Mittelfeldspielern, dem Gegner in den Fuß.

Alles in allem: Es ist lange her dass Schalke mal einem Gegner taktisch überlegen war, beziehungsweise schlicht den besseren Matchplan hatte, und das Spiel nicht nur mit guter Defensive und Einzelleistungen vorn das Spiel für sich entscheiden konnte. Selbstverständlich wird man nicht immer einfach kontern können, und natürlich muss Tedesco noch zeigen dass er auch andere Pläne entwickeln kann. Dennoch: dass das Team weiß wie es einen Gegner angehen muss, dass ein klarer Plan besteht und er auf dem Platz auch gut umgesetzt wird, macht Spaß und Lust auf mehr.

 

Philipp

Philipp

Hat mal mit Manuel Neuer einen Italienischkurs besucht.
Philipp

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